Die Vakuuminfusion ermöglicht, richtig angewandt, eine sehr emissionsarme Herstellung von Bauteilen in Faserverbundtechnik. So einfach und nachvollziehbar die Technik auch ist, umso mehr kommt es auf ein sinnvolles Zusammenspiel der einzelnen Komponenten an.

Im Folgenden möchten wir Ihnen diese Technik ein wenig vorstellen und den Ablauf grob aufzeigen. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Partner, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen werden.


Der Vorteil dieses Verfahrens ist die gleichmäßige und fast blasenfreie Tränkung der verwendeten Faser. Dies ermöglicht eine hohe Qualität der produzierten Bauteile sowie eine gute Reproduzierbarkeit.

Ablauf

Zur Vakuuminfusion wird eine Form, TackyTape, Gewebe, Vakuumfolie und eine Fließhilfe benötigt. Zunächst wird das Trockene Gewebe (grau) in die Form (gelb) gelegt und ein Dichtrand mit Tacky Tape geklebt.

 

Auf das Gewebe wird eine Fließhilfe gelegt, Schläuche für die Harzzufuhr, eine Saugleitung für die Vakuumpumpe angebracht und der gesamte Aufbau mit einer Vakuumfolie (türkis) abgedichtet.

 

Die Leitungen für die Harzzufuhr werden verschlossen und in den Eimer mit Harz gesteckt.
Die Vakuumpumpe (orange) einschalten und den Aufbau unter Vakuum setzen. Die Harzzufuhr wird nun geöffnet. Das Harz/Härter Gemisch wird durch das Vakuum durch das Gewebe gezogen. Im Bild durch die grünen Ränder deutlich.


Nach einiger Zeit ist das gesamte Bauteil von Harz/Härter Gemisch durchtränkt und die Zufuhrleitungen müssen geschlossen werden.
Die Vakuumpumpe muss weiterlaufen, damit das Laminat weiter verdichtet wird.

Leider saugt die Vakuumpumpe jetzt neben Luft auch etwas Harz an.

Dies führt zu einem Verkleben und damit zur Zerstörung der Vakuumpumpe!

 

Die Harzfalle im Einsatz. Die Harzfalle (blau) wird zwischen der Vakuumpumpe und der Form eingebaut. Sie verhindert erfolgreich das Eindringen von Harz in die Vakuumpumpe, indem sie das überschüssige Harz auffängt.